Inhaberaktien werden abgeschafft

Der National- und der Ständerat haben beschlossen, dass die Inhaberaktien in der Schweiz abgeschafft werden. Einzig börsenquotierte Gesellschaften oder Gesellschaften welche Inhaberaktien als Bucheffekten ausgestaltet haben dürfen noch Inhaberaktien führen. Hiermit haben die Räte die Empfehlungen zum Bundesgesetz zur Umsetzung von Empfehlungen des Globalen Forums über Transparenz und Informationsaustausch für Steuerzwecke im Wesentlichen abgeschlossen.

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Dieses Gesetz ist seit dem 1. November 2019 in Kraft getreten.
Somit werden Grundsätzlich keine Neugründungen mit Inhaberaktien mehr möglich sein. Bestehende Aktiengesellschaften mit Inhaberaktien müssen die Aktien in Namensaktien umwandeln, wenn nicht die obgenannten Ausnahmen vorliegen. Die Frist für die Umwandlung beträgt 18 Monate ab Inkrafttreten des Gesetzes – somit bis zum 31. Mai 2021. Wird diese Frist nicht eingehalten, ist mit Zwangsmassnahmen durch das jeweilige Handelsregisteramt zu rechnen.

Je nach Fall empfehlen wir den KMU-Gesellschaften mit Inhaberaktien eine zeitnahe Umwandlung der Inhaberaktien in Namenaktien oder die Schaffung von Bucheffekten. Letzteres hätten folgende Vorteile:
• Ihre Gesellschaft kann weiterhin Inhaberaktien führen
• Ihre Aktionäre erhalten Ihre Aktien in Ihr jeweiliges Wertschriftendepot bei ihrer Hausbank eingeliefert. Das Risiko des Verlusts des Aktienzertifikats ist somit gebannt
• Ihre Aktien gelten als „Bankable-Assets“ und die jeweilige Übertragung bei Kauf oder Verkauf läuft zentral über die Wertschriften-Clearingsysteme ab
• Sie können Mitteilungen und Einladungen zu Generalversammlungen oder Dividendenzahlungen an Ihre Aktionäre zentral über das Clearingsystem erledigen

Das Unita-Team unterstützt Sie umfassend bei der Umsetzung dieses Themas. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!